Algen und Pilze an Fassaden (1/2)

Fassade Algen und Pilze

Heute beobachtet man immer häufiger Algen und Pilze an Fassaden. Diese werden nicht gerade als optische Leckerbissen empfunden. Meistens ist eine Aussenwärmedämmung im Spiel und lediglich die Nord- und Nordwestseiten sind betroffen.

Algen

Algen gehören zu den ältesten Lebewesen pflanzlicher Herkunft. Sie benötigen für ihr Wachstum keine organischen Nährstoffe, sondern erzeugen die nötigen organischen Stoffe selbst. Sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und synthetisieren Nährstoffe mit Hilfe von Sonnenlicht (Photosynthese). Je nach Algentyp sind sie gründlich bis bläulich schwarz und auf der Oberfläche mit blossem Auge gut erkennbar.

Pilze

Von sogenannten Kleinpilzen werden die Sporen durch die Luft überall hin verbreitet. Treffen sie dort auf günstige Bedingungen, wachsen die Sporen der Pilze zu Hyphen aus. Damit an Fassaden ein Pilzbewuchs stattfindet, ist vor allem Feuchtigkeit notwendig. Gleichzeitig aber auch organische Kohlenstoff-Quellen als Nährstoffe, die sie an Oberflächen oder aus dem Substrat selbst gewinnen können.

Bauten schützen_Algen

Wo kommt es zum Bewuchs von Algen und Pilze?

Algen und Pilze wachsen auf Glas, Metall, Stein, Beton, Holz, Kunststoffteilen und vielen anderen Untergründen. Immer aber ist viel Feuchtigkeit im Spiel. Auf stark alkalischen Oberflächen (Beton und Kalkputz) ist ein Bewuchs nicht möglich. Was aber, wenn diese Oberflächen ihre Alkalität mit der Zeit verlieren und langsam Kohlendioxyd aufnehmen?

Warum kommt es zum Bewuchs von Algen und Pilze?

Die nachfolgende Illustration zeigt vier Bereiche, die enormen Einfluss auf das Wachstum von Algen und Pilze auf Fassaden haben. Eine wesentliche Voraussetzung für die Ansiedlung ist jedoch die Feuchtigkeit. Was trocken ist, bleibt frei von Algen und Pilze.

4 Einflüsse auf das Wachstum von Algen und Pilzen
Abbildung: Einflüsse auf das Wachstum von Algen und Pilze auf Fassaden (nach Helmut Pätzold)

Problematik der wärmegedämmten Fassaden

Sinn einer Aussenwärmedämmung ist es, die Wärme im Gebäudeinneren zu halten. Leider kühlt sich aber der Aussenputz in klaren Nächten besonders stark ab (Kondensatbildung: Unterkühlung der Fassade, da keine Wärme von innen nachfliesst).
Meist können Nord- und Nordwestseiten tagsüber nicht trocknen und sind öfters davon betroffen. Entscheidend hier ist die Dammstoffdicke. Früher lag diese bei 5-6cmm, heute mit Energie- Sparmassnahmen bei 16cm. Zudem ist der Standort und somit die geografische Lage für das Problem der Bildung von Algen und Pilze entscheidend.

In unserem nächsten Blogbeitrag geben wir Informationen und Tipps zur Bekämpfung von Algen und Pilzen an Fassaden.

2 Kommentare

  1. heebag sagt:

    wir haben algen oder Pilze auf alufassaden.wie können wir diese entfernen und verhüten?
    mit gruss
    heebag 9464 lienz

    • Guten Tag. Wir haben kurz mit unserem Produkte-Hersteller Rücksprache genommen.
      Zuerst sollte die Alufassade gründlich gereinigt werden. Am Besten ist mit einem Hochdruckreiniger, ansonsten von Hand.
      Als Schutz wird dann eine farblose Versiegelung aufgetragen. Diese ist auch geeignet, wenn die Farbe abgemattet/ausgebleicht ist. Denn es entsteht ein seidenmatter Glanz, der auch gegen einen Neubefall von Algen/Pilzen hilft. Entscheidend beeinflusst wird ein allfälliger Neubefall, wie die Umgebung aussieht. Wo steht die Fassade? Wie sind die Gegebenheiten mit z.B. Pflanzen etc. Dies müsste vor Ort besprochen werden. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. mfg Sibylle Nussbaumer

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