Fassade winterfest machen: Zwei häufige Schadensbilder, die vor dem Winter noch behoben werden sollten

Der Herbst bietet die letzte gute Gelegenheit, eine Fassade trocken und frostfrei instand zu setzen. Wer jetzt noch Schäden entdeckt und nichts unternimmt, riskiert, dass Feuchtigkeit und Frost die Probleme über den Winter verschlimmern. Zwei kürzlich abgeschlossene Projekte zeigen die unterschiedlichen Schadensbilder und wie wir die Fassaden rechtzeitig winterfest gemacht haben.

Algen und Schimmel: Wenn die Fassade feucht bleibt

An einem Mehrfamilienhaus in Baar hatten sich im Laufe der Zeit deutlich sichtbare Algen- und Schimmelspuren gebildet. Besonders an den wetterexponierten und schattigen Fassadenbereichen zeigten sich dunkle Verfärbungen im Sockelbereich, an den Gebäudeecken und unter den Fensterflächen. Durch die Verschmutzung wirkte die moderne Architektur älter, als sie war.

Bevor wir mit dem Streichen beginnen konnten, musste die Fassade gereinigt werden. Mit einem Hochdruckreiniger entfernten wir gründlich und schonend Schmutzablagerungen, Algenbewuchs und lose Partikel. Anschliessend verpassten wir der Fassade einen neuen Anstrich mit Siliconharz-Fassadenfarbe in einem Farbton, der dem bisherigen sehr ähnlich ist.

Zwei unserer Mitarbeiter:innen waren vor Ort. Die Arbeiten dauerten etwa drei Monate. Das Ergebnis ist eine Fassade mit einer gleichmässigen, sauberen und repräsentativen Oberfläche, die langfristig vor Witterungseinflüssen geschützt ist.

Das Fazit unserer Kundschaft freut uns wie immer sehr:

«Ein riesiges Dankeschön geht an das Team von Hannes Nussbaumer! Unsere Fassade sieht nach zwei Jahrzehnten wieder aus wie am ersten Tag. Es ist eine wahre Freude, jeden Tag zu unserem ‚neuen‘ Haus zu fahren. Besonders beeindruckt hat uns die Arbeitsweise: Die Maler waren sehr freundlich und zuvorkommend und haben sehr sauber gearbeitet. Wir empfehlen Sie jederzeit gerne weiter.»

Warum bekommen Fassaden überhaupt Schimmel?

In den meisten Fällen sind mehrere Faktoren dafür verantwortlich: die Lage und Ausrichtung des Gebäudes, die Vegetation in der näheren Umgebung, das Klima und die Niederschlagsmenge sowie die Beschattung durch Bäume oder Nachbargebäude. Aber auch die Bauweise und Wärmedämmung sind entscheidend. Gerade gut gedämmte, neuere Fassaden kühlen nachts stärker ab als die Umgebungsluft. Das Kondenswasser, das sich morgens auf ihrer Oberfläche bildet, ist ein idealer Nährboden für Algen. Auch konstruktive Details spielen eine Rolle. Dazu zählen beispielsweise Dachüberstände oder Fensteranschlüsse. Bei Flachdachhäusern wie dem unserer Kund:innen fehlt der schützende Dachüberstand. Dadurch ist die Fassade stärker Wind und Wetter ausgesetzt.

Betonabplatzungen: Wenn Rost von innen drückt

Bei einem anderen Objekt in Baar zeigte sich ein ganz anderes Schadensbild: Oberhalb der Armierungseisen waren deutliche Schäden am Verputz erkennbar. Deshalb musste eine Fassadenseite vollständig neu verputzt werden. An wetter- und schattenexponierten Stellen waren auch Algen- und Schimmelspuren sichtbar.

Warum platzt Beton an Fassaden überhaupt ab?

Wenn Kohlendioxid aus der Luft über Jahre mit dem Beton reagiert, sinkt dessen pH-Wert. Dadurch verliert die Armierung ihre natürliche Schutzschicht. Dringt zusätzlich Feuchtigkeit ein, beginnt der Stahl zu rosten und sich auszudehnen. Der entstehende Druck sprengt den umgebenden Beton: Zunächst bilden sich Risse, später Abplatzungen. Besonders gefährdet sind Bauteile, die regelmässig Witterung und Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Wir haben die losen und abgeplatzten Betonstellen vollständig entfernt und die freigelegte Armierung mechanisch entrostet. Anschliessend wurden die Schadstellen grundiert und mit Reparaturmörtel ergänzt und geschlossen. Für den abschliessenden Anstrich kam eine hochwertige, witterungsbeständige und wasserdampfdurchlässige Siliconharzfarbe zum Einsatz.

Das umlaufende Betonband wurde mit einer Aussendispersionsfarbe neu gestrichen. Um einen harmonischen Übergang zu gewährleisten, haben wir für die beiden Fassadenseiten den bestehenden Farbton aufgenommen. Vor Ort waren rund drei Mitarbeiter:innen. Nach zwei Tagen war das Projekt abgeschlossen.

Was beide Projekte zeigen

Zwei Fassaden, zwei unterschiedliche Ursachen: Feuchtigkeit von aussen bei der einen, Rost von innen bei der anderen. In beiden Fällen gilt: Werden Schäden zu lange aufgeschoben, können sie sich über den Winter deutlich vergrössern.

Die Projekte zeigen, wie viel Arbeit vor dem eigentlichen Anstrich nötig ist. Für ein dauerhaft gutes Ergebnis ist ein fachgerecht gereinigter und vorbereiteter Untergrund entscheidend. Denn nur auf einem sauberen und tragfähigen Untergrund haftet der Fassadenanstrich zuverlässig.

In unserem Artikel Fassadenrenovation 2026 erfährst du ausführlich, wie die Arbeiten ablaufen, welche Kosten entstehen und wie lange eine Fassadenrenovation in der Regel dauert.

Mach deine Fassade fit für den Winter

Ob Algen, Schimmel oder Abplatzungen: Solche Schäden sollten vor dem Winter behoben werden, solange die Witterung trockene Arbeiten zulässt und kein Frostrisiko besteht. Prüfe deine Fassade besonders im Sockelbereich, an Gebäudeecken, unter den Fenstern und an schattigen Stellen.

Melde dich bei uns, solange das Wetter noch mitspielt. Wir schauen uns deine Fassade gemeinsam an und sagen dir ehrlich, was zu tun ist.

Häufige Fragen zur Fassadenrenovation

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Fassadenrenovation?

Besonders gut eignen sich Frühling und Herbst, da die Temperaturen dann meist zwischen 10 und 25 °C liegen. Bei diesen Bedingungen trocknet die Farbe nicht zu schnell und es besteht keine Frostgefahr. In der Schweiz gilt daher die Faustregel: von Ostern bis Oktober.

Wie erkenne ich, dass meine Fassade eine Renovation braucht?

Typische Anzeichen sind dunkle Verfärbungen und grünliche Algen- oder Schimmelbeläge. In vielen Fällen reicht eine fachgerechte Reinigung und Behandlung aus. Je nach Alter, Zustand und Lage des Gebäudes kann jedoch auch ein neuer Fassadenanstrich sinnvoll sein. Dieser schützt die Oberfläche zusätzlich vor Witterungseinflüssen.

Bei Rissen oder Abplatzungen im Verputz sollte eine Fachperson hinzugezogen werden, um eine weitere Ausbreitung der Schäden zu verhindern. Treten Abplatzungen direkt über der Armierung auf, ist in der Regel eine rostende Bewehrung die Ursache. In diesem Fall reicht eine Reinigung allein nicht mehr aus.

Kann man eine Fassade auch noch im Winter streichen lassen?

Grundsätzlich ist das nicht zu empfehlen, es sei denn, die Fassade wird vollständig eingehaust und beheizt. Bei Temperaturen unter 5 °C können Verarbeitung, Trocknung und die Haftung der Farbe beeinträchtigt werden. Frost kann einen frischen Anstrich zusätzlich schädigen. Deshalb ist es sinnvoll, notwendige Arbeiten bereits im Spätsommer auszuführen, bevor die Temperaturen zu stark sinken.