Schimmel in der kalten Jahreszeit: Ab wann ist eine fachmännische Behandlung notwendig?
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Schimmel in der kalten Jahreszeit: Ab wann ist eine fachmännische Behandlung notwendig?

Schimmel ist ein unangenehmer und gesundheitsschädlicher Gast, der sich besonders in der kalten Jahreszeit gerne in unseren Wohnräumen einnistet.

Schimmel entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und sich an kalten Wänden oder Fenstern niederschlägt. Das bietet den Schimmelpilzen ideale Bedingungen, um zu wachsen und sich zu vermehren.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Schimmel wissen müssen: Was sind die Ursachen und Anzeichen von Schimmel, wie können Sie ihn professionell oder selbst entfernen und wie können Sie Schimmel vorbeugen?

Ursachen von Schimmel: Wie entsteht Schimmel in der kalten Jahreszeit?

In der kalten Jahreszeit stellt sich oft die Frage, wie Schimmel in unseren Wohnungen entsteht. Ein Schimmelbefall kann nicht nur unschön aussehen, sondern auch gesundheitliche Probleme verursachen.

Schimmel kann verschiedene Ursachen haben, die oft miteinander zusammenhängen. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Ungenügendes Lüften: Wenn Sie zu wenig oder falsch lüften, kann die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen zu hoch werden. Überschüssige Feuchtigkeit kondensiert daraufhin an kälteren Oberflächen wie Wänden und Fenstern.
    Das begünstigt die Schimmelbildung. Besonders davon betroffen sind feuchtigkeitsreiche Räume, wie Küche und Bad.
    Unser Tipp: Vermeiden Sie das Kippen der Fenster, da das zu wenig Luftaustausch führt und die Wände auskühlen lässt. Mehrmaliges “Stosslüften” (d.h. Fenster für einige Minuten komplett öffnen) am Tag sorgt hingegen für den notwendigen Luftaustausch und hilft, die Feuchtigkeit nach aussen abzuleiten.
  • Baufehler und Feuchtigkeitsschäden: Wenn Ihre Wände oder Fenster undicht sind, kann Feuchtigkeit von aussen eindringen oder sich im Mauerwerk ansammeln. Das kann zu Schimmel führen, der oft nicht sichtbar ist, aber trotzdem gesundheitliche Probleme verursacht.
  • Feuchtigkeit als Hauptursache für Schimmel: Feuchtigkeit ist der wichtigste Faktor für die Schimmelentstehung. Schimmel braucht Feuchtigkeit, um zu wachsen. Die optimale Luftfeuchtigkeit für Schimmel liegt zwischen 70 und 90 Prozent. Zum Vergleich: Die empfohlene Luftfeuchtigkeit für Wohnräume liegt zwischen 40 und 60 Prozent.

Kontrollieren Sie daher regelmässig Ihre Räume und achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Sichtbare Flecken oder Verfärbungen an den Wänden, Decken oder Böden. Schimmel kann verschiedene Farben haben, wie schwarz, weiss, grau, grün, gelb oder rot. Die Flecken können flach oder pelzig sein und sich ausbreiten.
  • Muffiger oder modriger Geruch, der auf Schimmel hinweist. Wenn Sie einen unangenehmen Geruch wahrnehmen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen.
  • Gesundheitliche Beschwerden, die durch Schimmel ausgelöst werden können, sind Allergien, Asthma, Atemwegsinfektionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Hautreizungen oder Augenbrennen. Wenn Sie solche Symptome haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und Ihren Wohnraum überprüfen lassen.

Wie Sie sehen, ist Schimmel nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein ernstes Gesundheitsrisiko. Schimmel kann zudem die Bausubstanz Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung schädigen, indem er das Holz, den Putz oder den Beton zersetzt. Das kann zu Rissen, Hohlräumen oder Einsturzgefahr führen.

Wie kann Schimmel entfernt werden?

Wenn Sie Schimmel in Ihrem Zuhause entdeckt haben, sollten Sie ihn so schnell wie möglich entfernen. Das ist nicht nur wichtig für Ihre Gesundheit, sondern auch für den Werterhalt Ihrer Immobilie.

Es gibt verschiedene Methoden der Schimmelbeseitigung, die je nach Art, Umfang und Ort des Schimmelbefalls angewendet werden können. Bei allen Arten der Entfernung gilt: Den Schimmel nicht einatmen, Schutzkleidung, Handschuhe und eine Atemmaske tragen und den Raum gut lüften:

  • Mechanische Entfernung: kostengünstig, aber oberflächig. Dabei wird der Schimmel mit einem Spachtel, einer Bürste oder einem Schaber abgetragen.
  • Chemische Entfernung: wirksame Methode, die jedoch gesundheitsschädlich, umweltschädlich oder feuergefährlich sein können. Sie sollten daher nur von Fachleuten angewendet werden.
  • Thermische Entfernung: Dabei wird der Schimmel mit Hitze, Kälte oder UV-Licht behandelt, die ihn zerstören und unschädlich machen. Das ist eine schonende Methode, die aber auch hohe Kosten und technischen Aufwand erfordert.
  • Biologische Entfernung: Dabei wird der Schimmel mit natürlichen Mitteln behandelt, die ihn verdrängen oder abbauen. Das sind zum Beispiel Enzyme, Mikroorganismen oder Pflanzenextrakte. Das ist eine umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Methode, die aber auch eine geringere Wirksamkeit und eine längere Wirkdauer hat.

Die DIY Schimmelentfernung

Wenn Sie selbst Hand anlegen möchten, empfehlen wir die Behandlung mit Fungizid. Eine DIY Schimmelentfernung kann eine kostengünstige und schnelle Lösung sein, wenn der Schimmelbefall klein, oberflächlich und nicht gesundheitsgefährdend ist.

  1. Besorgen Sie ein hochwertiges Fungizid aus dem Fachhandel.
  2. Decken Sie die “gesunde” Wand drumherum sorgfältig ab.
  3. Nach der Abdeckung wird ein fungizides Mittel auf die befallenen Stellen eingespritzt, um den Pilz abzutöten. Fungizid ist ein spezieller Wirkstoff, der gezielt auf Schimmel wirkt.
  4. Nach dem Einwirken des Fungizids erfolgt gründliches Nachwaschen, um Rückstände zu entfernen.
  5. Anschliessend lässt man die behandelten Bereiche gründlich trocknen, bevor man mit dem neuen Streichen beginnt.

Denken Sie daran: Die Entfernung von Schimmel sollte immer sorgfältig durchgeführt werden, um weitere gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Bei grösseren Befällen ist es ratsam, einen Experten zu Rate zu ziehen. Sollten Sie unsicher sein oder weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Schritt 1: Fungizid besorgen und Wand abdecken

Schritt 2: Fungizid auf befallene Stellen sprühen

Schritt 3: Fungizid einwirken lassen und nachwaschen

Schritt 4: Stellen trocknen lassen und überstreichen

Wann ist ein Fachmann notwendig?

Oftmals wird versucht, den Schimmel selbständig zu entfernen, vor allem wenn es sich um kleine Befallstellen wie im Bad handelt. Doch wann ist es wirklich notwendig, einen Fachmann hinzuzuziehen?

Zunächst einmal sollte man bedenken, dass Schimmelbefall nicht immer sichtbar ist. Oft versteckt er sich hinter den Wänden oder unter dem Bodenbelag. In solchen Fällen ist es extrem schwierig für Laien, den vollen Umfang des Problems festzustellen und angemessen zu reagieren.

Ein Fachmann kann mit speziellen Messgeräten die Feuchtigkeit in der Wohnung messen und so versteckte Schimmelstellen aufspüren.

Allgemein gilt: Kontaktieren Sie professionelle Hilfe, wenn

  • der Schimmelbefall grösser als einen halben Quadratmeter ist oder sich über mehrere Räume verteilt.
  • der Schimmel tief in die Wand oder in das Material eingedrungen ist oder die Bausubstanz beschädigt hat.
  • der Schimmel durch einen Wasserschaden, einen Rohrbruch, einen Baufehler oder eine Wärmebrücke verursacht wurde.
  • der Schimmel gesundheitliche Beschwerden oder Allergien ausgelöst hat oder Sie ein geschwächtes Immunsystem haben.
  • Sie den Schimmel nicht selbst entfernen können oder wollen oder sich unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen.

Insgesamt gilt es also abzuwägen, ob man den Schimmel selbst entfernt oder einen Fachmann hinzuzieht.

Fazit

Wenn Sie Schimmelbefall in Ihrer Wohnung entdecken, ist es wichtig, sofort zu handeln und den Schimmel professionell zu entfernen.

Schauen Sie sich Ihre Räume an und überprüfen Sie diese regelmässig.

Wenn Sie weitere Fragen oder Anliegen zum Thema Schimmel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen gerne in einem ersten kostenlosen Beratungsgespräch mit Rat und Tat zur Seite.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen alles Gute für Ihr gesundes Zuhause! 😊